❓ Lohnt sich da ein Auftritt auf der „Beruf und Bildung 2026“ in Hannover überhaupt noch?
„Das Niveau der Abiturienten verringert sich jährlich“, gibt der Aussteller einer Krankenkasse auf unsere Nachfrage zu. „Passende Bewerber finden wir hier kaum noch. Sogar Anwärter mit einem Abitur von 1,8 konnten uns schon negativ überraschen.“
👀 Unser Blick auf die Messe
Wir waren ebenfalls auf der Messe – nicht als Aussteller, sondern als Gäste.
Allerdings nicht wie die meisten Besucher als Bewerber, sondern als Unterstützer: Wir wollten herausfinden, welche Aussteller wir bei der Ausbildung ihrer Fachinformatiker unterstützen können.
✅ Was wir schnell festgestellt haben
Die passenden Ansprechpartner ließen sich schnell finden – denn viele Betriebe berichten von ähnlichen Herausforderungen:
📌 Häufige Probleme in der Ausbildung
• Schwierige Spezialthemen verständlich vermitteln
• Lehrerausfall auffangen, damit Unterricht nicht ausfällt
• Kurzfristig kompetente Trainer buchen können
🏭 Ideal wäre es, Ausbilder komplett aus den eigenen Reihen zu stellen –
aber das kostet Kapazitäten und setzt didaktische Stärke voraus.
🤖 Trotz KI-Hype: Der Fachinformatiker bleibt gefragt
Auch wenn KI derzeit überall Thema ist:
Der Fachinformatiker wird weiterhin gebraucht, ausgebildet und gesucht. Die (firmeneigene) KI kann helfen – aber ersetzt den Fachmann aktuell bei keinem Betrieb, mit dem wir gesprochen haben.
🍬 Kleine Learnings am Rand
Ein Aussteller erzählte, dass er dieses Jahr bewusst keine Süßigkeiten mehr verteilt:
„Die sorgen nur für uninteressierte Gespräche mit einem mampfenden Weghörer.“
💡 Was Betriebe wirklich sehen wollen
„Man muss uns zeigen, dass man Bock aufs Programmieren hat“, berichtete ein Logistikunternehmen.
⚙️ Wie zeigt man das?
• Hobbyprojekte / Portfolio vorzeigen
• Selbstständig Schulungen besuchen
• Eigeninitiative demonstrieren
„Im Fußball bewerbe ich mich auch nicht ohne Erfahrung als Profi.“
Dieses Engagement macht aus einem Bewerber einen Kollegen.
🎯 Fazit
Für uns hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt:
Viele Eindrücke, viele Kontakte – und ja: auch ein paar Werbegeschenke 😉